Somatische Übungen: 7 sanfte Übungen für mehr Körperverbindung und ein reguliertes Nervensystem
- Franzi Somatic Sports Club

- 27. Aug.
- 15 Min. Lesezeit
Vielleicht bist du auf der Suche nach einer Möglichkeit, dein Nervensystem zu beruhigen, Stress abzubauen oder wieder mehr bei dir selbst anzukommen. Dabei bist du wahrscheinlich schon über den Begriff somatische Übungen gestolpert.
Auf Social Media, in Podcasts oder auf YouTube wird immer häufiger darüber gesprochen – gleichzeitig scheint jeder etwas anderes darunter zu verstehen. Kein Wunder also, dass viele Menschen unsicher sind, was somatische Übungen eigentlich sind und warum sie sich so deutlich von klassischen Bewegungs- oder Entspannungsübungen unterscheiden.
Dabei steckt hinter dem Begriff keine neue Trendmethode und auch keine Technik, die dein Leben innerhalb weniger Minuten verändern soll. Somatische Übungen laden dich vielmehr dazu ein, die Aufmerksamkeit wieder nach innen zu richten und den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen. Nicht mit dem Ziel, ihn zu optimieren oder etwas an ihm zu reparieren, sondern um zu verstehen, was er dir gerade mitteilen möchte. Genau darin liegt ihre besondere Stärke.
Vielleicht kennst du das Gefühl, den ganzen Tag zu funktionieren. Du arbeitest, beantwortest Nachrichten, kümmerst dich um andere Menschen und erledigst alles, was gerade wichtig erscheint. Erst am Abend bemerkst du, dass dein Nacken schmerzt, dein Atem flach geworden ist oder du dich innerlich angespannt fühlst. Oft nehmen wir unseren Körper erst dann bewusst wahr, wenn er sich deutlich bemerkbar macht.
Somatische Übungen setzen viel früher an. Sie helfen dir dabei, regelmäßig mit deinem Körper in Kontakt zu kommen – nicht erst dann, wenn die Anspannung bereits groß geworden ist. Statt gegen deinen Körper zu arbeiten oder ihn ständig verbessern zu wollen, lernst du, ihm zuzuhören. Für viele Menschen ist genau das eine Erfahrung, die im Alltag längst verloren gegangen ist.
In diesem Artikel erfährst du, was somatische Übungen eigentlich sind, wie sie dein Nervensystem unterstützen können und worauf es beim Üben wirklich ankommt. Außerdem stelle ich dir sieben einfache Übungen vor, die dich dabei unterstützen können, mehr Körperwahrnehmung, innere Ruhe und Verbindung in deinen Alltag einzuladen.

Inhaltsverzeichnis
Was sind somatische Übungen?
Somatische Übungen sind achtsame Bewegungen, bei denen nicht das äußere Erscheinungsbild im Mittelpunkt steht, sondern deine innere Wahrnehmung. Das Wort somatisch stammt vom griechischen Wort soma und bedeutet so viel wie “der Körper, der in seiner Ganzheit lebt”, “der gelebte Körper” oder „den Körper betreffend“. Gemeint ist dabei allerdings nicht der Körper, den andere Menschen von außen sehen, sondern der Körper, wie du ihn von innen erlebst – mit all seinen Empfindungen, Spannungen und Bewegungen.
Genau darin unterscheiden sich somatische Übungen von vielen klassischen Bewegungsformen. Natürlich kann auch Yoga, Dehnen oder Krafttraining guttun. Oft liegt der Fokus dort jedoch auf einer bestimmten Haltung, einer größeren Beweglichkeit oder einem klaren Ziel. Bei somatischen Übungen steht dagegen die Erfahrung im Mittelpunkt. Es geht nicht darum, wie weit du in eine Bewegung kommst, sondern wie sich diese Bewegung für dich anfühlt.
Vielleicht bewegst du dich heute nur wenige Zentimeter. Vielleicht möchtest du eine Übung langsamer ausführen oder zwischendurch innehalten. All das ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Dein Körper gibt das Tempo vor – nicht eine Anleitung und schon gar nicht der Anspruch, etwas möglichst richtig machen zu müssen.
Kurz zusammengefasst: Somatische Übungen verändern nicht nur wie du dich bewegst. Sie verändern die Art, wie du deinem Körper begegnest.
Warum wirken somatische Übungen so anders?
Viele Menschen beschreiben nach ihren ersten somatischen Übungen, dass sie sich überraschend anders anfühlen als alles, was sie bisher ausprobiert haben. Das liegt meist gar nicht an den Bewegungen selbst. Von außen betrachtet wirken viele Übungen sogar erstaunlich unscheinbar. Der eigentliche Unterschied entsteht durch die Haltung, mit der du ihnen begegnest.
Stell dir vor, zwei Menschen bewegen langsam ihre Wirbelsäule oder kippen sanft ihr Becken. Von außen sehen beide Bewegungen nahezu gleich aus. Während die eine Person versucht, alles möglichst korrekt auszuführen, richtet die andere ihre Aufmerksamkeit immer wieder nach innen. Sie nimmt wahr, wie sich die Bewegung anfühlt, ob sie angenehm ist oder ob ihr Körper vielleicht etwas anderes braucht. Genau diese innere Ausrichtung macht eine Bewegung letztlich somatisch.
Es geht also nicht darum, deinen Körper in eine bestimmte Form zu bringen. Vielmehr lernst du, seine Sprache besser zu verstehen. Manche Tage fühlen sich leicht an, andere schwer. Manchmal entsteht durch eine kleine Bewegung sofort mehr Weite, manchmal bemerkst du erst, wie viel Anspannung eigentlich da ist. Beides ist vollkommen in Ordnung.
Wie unterstützen somatische Übungen dein Nervensystem?
Unser Nervensystem reagiert jeden Tag auf unzählige Reize. Termine, Gespräche, Lärm, Zeitdruck oder emotionale Belastungen beeinflussen ständig, wie wir uns fühlen und wie unser Körper darauf antwortet. Viele dieser Reaktionen laufen vollkommen automatisch ab. Wir spannen die Schultern an, halten den Atem an oder merken erst am Abend, wie erschöpft wir eigentlich sind.
Somatische Übungen schaffen einen Moment, in dem du aus diesem Automatismus aussteigen kannst. Nicht, indem du deinen Körper zwingst, sich zu entspannen, sondern indem du ihm Zeit gibst, sich selbst wieder wahrzunehmen. Langsame Bewegungen, bewusstes Spüren und kleine Pausen können deinem Nervensystem vermitteln, dass gerade keine unmittelbare Gefahr besteht und es nicht dauerhaft in Alarmbereitschaft bleiben muss.
Dabei geht es nicht darum, nach jeder Übung sofort ruhig oder tiefenentspannt zu sein. Manchmal spürst du eine Veränderung direkt, manchmal erst später und manchmal vielleicht gar nicht. Auch das gehört dazu. Somatische Übungen sind kein Werkzeug, mit dem du bestimmte Gefühle erzeugen oder verändern musst. Sie sind eine Einladung, neugierig zu werden und deinem Körper wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Woran erkennst du, dass eine Übung wirklich somatisch ist?
Nicht jede langsame Bewegung ist automatisch eine somatische Übung. Viel wichtiger als die Übung selbst ist die Haltung, mit der du sie ausführst.
Eine somatische Übung zeichnet sich häufig dadurch aus, dass:
du dich in deinem eigenen Tempo bewegst,
deine Wahrnehmung wichtiger ist als die Bewegung selbst,
es kein Richtig oder Falsch gibt,
du jederzeit Pausen machen oder eine Bewegung verändern kannst,
dein Körper den Rhythmus vorgibt – nicht die Übung.
Allein diese Perspektive verändert oft schon, wie sich Bewegung anfühlt.
Bevor du beginnst: Es geht nicht um die perfekte Übung
Bevor wir gemeinsam in die ersten somatischen Übungen eintauchen, möchte ich dir einen Gedanken mitgeben, der vielleicht wichtiger ist als jede einzelne Übung in diesem Artikel.
Versuche nicht, dabei etwas Bestimmtes zu fühlen. Nicht mehr Ruhe, nicht weniger Stress und auch keine sofortige Entspannung. Natürlich kann all das entstehen – manchmal aber auch nicht. Und beides ist vollkommen in Ordnung.
Statt dich zu fragen: „Wirkt diese Übung überhaupt?“, lade ich dich ein, eine andere Frage mitzunehmen: „Was nehme ich gerade wahr?“ Vielleicht spürst du den Kontakt deiner Füße zum Boden. Vielleicht fällt dir auf, dass dein Atem heute eher flach ist. Oder du bemerkst einfach nur, dass dein Körper müde ist. Vielleicht spürst du auch, dass du nichts spürst. Auch das ist eine wichtige Wahrnehmung. All das sind wertvolle Informationen, die dir helfen wieder zurück zu dir und deinem Körper zu finden.
Somatische Übungen beginnen deshalb nicht mit Veränderung. Sie beginnen mit Wahrnehmung.
7 somatische Übungen für mehr Körperverbindung
Die folgenden Übungen benötigen keine Vorkenntnisse und lassen sich problemlos in deinen Alltag integrieren. Nimm dir Zeit und erlaube dir, jede Bewegung so auszuführen, wie sie sich für dich angenehm anfühlt. Es geht nicht darum, möglichst viel zu erreichen – sondern darum, wieder mit deinem Körper in Kontakt zu kommen.
1. Orientierung im Raum
Diese Übung wirkt auf den ersten Blick fast zu einfach, um hilfreich zu sein. Gerade deshalb wird sie oft unterschätzt. Sich bewusst im Raum zu orientieren kann deinem Nervensystem helfen, wahrzunehmen, dass du im Hier und Jetzt bist.
So geht’s:
Nimm dir einen Moment Zeit und lass deinen Blick langsam durch den Raum wandern.
Schau dich neugierig um, ohne etwas Bestimmtes suchen zu müssen.
Bleibe mit deinem Blick an Gegenständen hängen, die angenehm oder interessant wirken.
Lass dir dabei Zeit und beobachte, ob sich etwas in deinem Körper verändert.
Frage für dich: Gibt es etwas, das deinem Körper gerade ein Gefühl von Ruhe oder Sicherheit vermittelt?
2. Den Boden unter deinen Füßen spüren
Im Alltag verlieren wir oft den Kontakt zu unserem Körper. Diese Übung lädt dich dazu ein, wieder wahrzunehmen, wie dein Körper von der Erde getragen wird.
So geht’s:
Stelle beide Füße hüftbreit auf den Boden.
Verlagere dein Gewicht langsam nach vorne, hinten und zu beiden Seiten.
Finde anschließend eine Position, in der sich dein Stand angenehm anfühlt.
Nimm wahr, wie deine Füße den Boden berühren.
Du musst dabei nichts verändern. Es reicht vollkommen aus, wahrzunehmen, wie sich dein Körper gerade trägt.
Du wünschst dir etwas mehr Anleitung dabei? Hier findest du meinen passenden Flow.
3. Sanfte Beckenkippungen
Das Becken verbindet Ober- und Unterkörper und spielt bei vielen Bewegungen eine zentrale Rolle. Sanfte Beckenkippungen können dabei helfen, Spannungen wahrzunehmen und wieder mehr Beweglichkeit einzuladen.
So geht’s:
Setze dich bequem auf einen Stuhl oder lege dich auf den Rücken.
Kippe dein Becken langsam nach vorne und anschließend wieder zurück.
Führe die Bewegung klein und ohne Kraft aus.
Beobachte, welche Bereiche sich mitbewegen möchten.
Es geht nicht darum, möglichst weit zu kommen. Oft entstehen gerade in den kleinsten Bewegungen die spannendsten Wahrnehmungen.
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4. Katze-Kuh in deinem Tempo
Viele Menschen kennen diese Bewegung aus dem Yoga. Somatisch betrachtet verändert sich jedoch die Aufmerksamkeit. Nicht die Haltung steht im Mittelpunkt, sondern das Erleben der Bewegung.
Bewege deine Wirbelsäule langsam zwischen einem runden und einem sanft geöffneten Rücken. Lass deinen Atem dabei ganz natürlich fließen und nimm wahr, wie sich die Bewegung heute anfühlt. Vielleicht möchtest du sie größer werden lassen, vielleicht kleiner. Beides ist richtig.
Frage dich währenddessen:
Wo fühlt sich Bewegung leicht an – und wo eher ungewohnt?
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5. Schultern bewusst bewegen
Gerade bei Stress sammeln viele Menschen unbewusst Spannung im Schulter- und Nackenbereich. Statt diese Bereiche kräftig zu dehnen, kann es hilfreich sein, sie zunächst neugierig zu erkunden.
Lass deine Schultern langsam nach vorne, hinten, oben und unten kreisen. Probiere unterschiedliche Geschwindigkeiten aus und beobachte, welche Bewegung sich angenehm anfühlt. Vielleicht entsteht dabei sogar eine Bewegung, die du so noch nie gemacht hast.
Somatische Übungen dürfen spielerisch sein.
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6. Sanfter Selbstkontakt
Berührung kann für viele Menschen ein Gefühl von Orientierung vermitteln. Gleichzeitig fühlt sie sich nicht für jeden gleich angenehm an. Deshalb gilt auch hier: Probiere nur aus, was sich für dich stimmig anfühlt.
Lege eine Hand auf deinen Brustkorb und die andere auf deinen Bauch oder wähle eine andere Stelle, an der sich die Berührung angenehm anfühlt. Spüre für einige Atemzüge den Kontakt deiner Hände und nimm wahr, was in deinem Körper geschieht – ganz ohne etwas verändern zu wollen.
Manchmal entsteht Ruhe. Manchmal auch nicht. Beides darf da sein.
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7. Freie intuitive Bewegung
Zum Abschluss möchte ich dich zu einer Übung einladen, bei der es keine Anleitung mehr gibt.
Stell dir für ein bis zwei Minuten die Frage:
„Wie möchte sich mein Körper gerade bewegen?“
Vielleicht möchtest du deine Arme ausschütteln, dich strecken, langsam gehen oder deinen Oberkörper kreisen lassen. Vielleicht entsteht nur eine ganz kleine Bewegung oder du möchtest einfach stehen bleiben.
Es gibt kein Ziel und keine perfekte Ausführung. Es geht nur darum, deinem Körper zuzuhören und ihm für einen Moment die Führung zu überlassen.
Kleiner Tipp: manchmal hilft auch die passende Lieblingsmusik dabei in intuitive Bewegung aka deinem eigenen körperlichen Ausdruck zu kommen. Du kannst die Übung in Stille als auch mit musikalischer Begleitung ausprobieren und schauen, wo du Unterschiede wahrnehmen kannst.
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Kurz zusammengefasst: Keine dieser Übungen soll deinen Körper “reparieren” oder “optimieren”. Sie können dich vielmehr dabei unterstützen, wieder feiner wahrzunehmen, was dein Körper braucht und wie sich Sicherheit, Verbindung und Bewegung für dich anfühlen.
Und das wiederum schenkt deinem Nervensystem ganz viel Sicherheit, mögliche Entspannung und Balance.
Was somatische Übungen von Yoga, Dehnen und Fitness unterscheidet
Auf den ersten Blick sehen manche somatischen Übungen bekannten Yogaübungen oder sanften Mobilisationsübungen sehr ähnlich. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch nicht in der Bewegung selbst, sondern in der Absicht dahinter.
Beim klassischen Dehnen steht häufig das Ziel im Vordergrund, beweglicher zu werden oder eine bestimmte Position zu erreichen. Im Fitnessbereich geht es oft darum, Kraft aufzubauen oder die Leistungsfähigkeit zu verbessern. Auch viele Yogastile arbeiten mit klaren Ausrichtungen und einer bestimmten Form der Haltung.
Somatische Übungen verfolgen einen anderen Ansatz. Hier geht es nicht darum, wie eine Bewegung aussieht, sondern wie sie sich anfühlt. Deine Wahrnehmung steht im Mittelpunkt. Du darfst Bewegungen verändern, kleiner machen, unterbrechen oder ganz darauf verzichten, wenn dein Körper dir etwas anderes signalisiert.
Das bedeutet nicht, dass klassisches Yoga oder andere Bewegungsformen weniger wertvoll sind. Ganz im Gegenteil. Viele Menschen erleben gerade in der Verbindung aus Yoga und einem somatischen Ansatz eine besonders achtsame Praxis. Entscheidend ist letztlich nicht die Methode, sondern die Haltung, mit der du deinem Körper begegnest.
Somatic Yoga: Wenn Yoga und somatische Übungen miteinander verschmelzen
Genau hier setzt Somatic Yoga an. Es verbindet die heilsamen Elemente des Yoga mit somatischen Übungen, freier Bewegung und einer tiefen, liebevollen Wahrnehmung des eigenen Körpers.
Dabei geht es nicht darum, eine Yogahaltung möglichst „richtig“ auszuführen oder einem festen Ablauf zu folgen. Die Haltung wird vielmehr zu einem Raum, in dem du dich selbst erforschen darfst:
Wie möchte sich mein Körper heute bewegen?
Brauche ich gerade mehr Aktivierung oder mehr Ruhe?
Tut mir eine große Bewegung gut oder fühlt sich eine kleinere Variante sicherer an?
Möchte ich in der Haltung bleiben, mich bewegen oder sie wieder verlassen?
Somatic Yoga lädt dich dazu ein, diese feinen Signale wieder wahrzunehmen und ihnen zu vertrauen. Klassische Yogahaltungen können dabei verändert, bewegt, intuitiv erforscht oder mit somatischen Übungen, Schütteln, Wiegen, freier Bewegung und bewussten Pausen verbunden werden.
So entsteht eine Praxis, die nicht nur auf deinen Körper einwirkt, sondern dich dabei unterstützt, wieder mehr mit deinem Körper zu sein.
Gleichzeitig kann Somatic Yoga einen wunderbaren Raum schaffen, um dein Nervensystem im Alltag zu begleiten. Du lernst, unterschiedliche innere Zustände früher wahrzunehmen und deine Praxis so anzupassen, dass sie dich nicht überfordert, sondern dich dabei unterstützt, wieder mehr Sicherheit, Verbindung und Lebendigkeit in dir zu spüren.
Und genau das liebe ich so sehr an Somatic Yoga:
Es geht nicht darum, dich durch Bewegung zu optimieren. Es geht darum, über Bewegung wieder mehr von dir selbst zu spüren. ❤️
Meine Somatic Yoga online Ausbildung
Wenn du lernen möchtest, wie du Somatic Yoga sicher, traumasensibel und nervensystemfreundlich für dich selbst anwenden und zeitgleich für andere Menschen einen sicheren und heilsamem Raum kreieren kannst, dann ist meine Somatic Yoga Ausbildung genau das Richtige für dich.
Diese Ausbildung ist für mich so viel mehr als eine klassische Yoga-Ausbildung.
Du lernst nicht einfach nur neue Übungen oder fertige Sequenzen. Du entwickelst ein tiefes Verständnis für dich, dein Nervensystem, somatische Bewegung, traumasensibles Unterrichten, Sprache, Raumhalten und die Frage, wie du Menschen wieder mehr zurück in die Verbindung mit ihrem eigenen Körper begleiten kannst.
Und gleichzeitig wirst du diese Arbeit selbst erfahren.
Denn Somatic Yoga lässt sich nicht nur über den Kopf verstehen. Es darf im eigenen Körper erlebt, gefühlt und integriert werden. Genau deshalb beschreiben viele Teilnehmerinnen die Ausbildung nicht nur als beruflich bereichernd, sondern als tiefgehend und lebensverändernd.
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Wie oft solltest du somatische Übungen machen?
Eine Frage begegnet mir immer wieder: Wie oft sollte ich somatische Übungen machen, damit sie wirken? Die ehrliche Antwort lautet: Es gibt keinen festen Trainingsplan, der für alle Menschen gleichermaßen sinnvoll ist.
Unser Nervensystem lernt nicht durch Druck oder Perfektion, sondern durch Wiederholung und Sicherheit. Deshalb sind fünf Minuten, die sich für dich stimmig anfühlen, oft wertvoller als eine einstündige Einheit, zu der du dich überwinden musst. Entscheidend ist nicht die Dauer, sondern dass du deinem Körper regelmäßig Momente schenkst, in denen er sich selbst wieder wahrnehmen darf.
Vielleicht integrierst du morgens eine kleine Übung, bevor dein Tag beginnt. Vielleicht hilft dir eine kurze Pause zwischen zwei Terminen oder ein ruhiger Moment am Abend. Mit der Zeit wirst du wahrscheinlich selbst spüren, wann dein Körper sich nach Bewegung, Ruhe oder Orientierung sehnt.
Mein Tipp: Versuche nicht, möglichst viel zu machen. Versuche lieber, regelmäßig mit deinem Körper in Kontakt zu kommen. Genau daraus entsteht oft eine Praxis, die sich langfristig gut in deinen Alltag integrieren lässt.
Und wenn mal nicht so viel Zeit da ist - hier findest du alle meine somatischen (Yoga) Flows und Übungen unter 10 Minuten.
Fazit: Die wichtigste Übung ist die, die dich wieder mit dir selbst verbindet
Vielleicht hast du beim Lesen gemerkt, dass es bei somatischen Übungen gar nicht in erster Linie um die Übungen selbst geht. Natürlich können bestimmte Bewegungen in unserem Körper besonders wirken oder auch sehr angenehm sein und dein Nervensystem unterstützen. Der eigentliche Kern liegt jedoch in etwas anderem: in der Art, wie du deinem Körper begegnest.
Wir haben oft gelernt, unseren Körper zu korrigieren, zu optimieren oder über seine Grenzen hinwegzugehen. Somatische Übungen laden dich stattdessen dazu ein, neugierig zu werden. Nicht mit der Frage: „Wie kann ich mich möglichst schnell verändern?“, sondern mit der Frage: „Was brauche ich gerade WIRKLICH?“
Vielleicht ist genau das die größte Veränderung, die somatische Übungen ermöglichen können. Nicht, dass du dich nach jeder Einheit sofort entspannter fühlst. Sondern dass du mit der Zeit eine vertrauensvollere Beziehung zu deinem Körper entwickelst. Eine Beziehung, in der du seine Signale früher wahrnimmst, ihm mehr zutraust und immer besser verstehst, was dir guttut.
Denn nachhaltige Regulation beginnt nicht mit Kontrolle.
Sie beginnt mit Verbindung. Verbindung zu dir und deinem Körper. 🫶🏻
Wichtiger Hinweis ❤️
Somatische Übungen können dich unterstützen – ersetzen aber keine medizinische oder therapeutische Abklärung. Wenn du starke Beschwerden, akute Schlafprobleme, Panik/Trauma-Themen oder ungeklärte Schmerzen hast, hol dir bitte passende Unterstützung. Und wie immer: mach alles in deinem Tempo & in deiner Kapazität. Wenn sich etwas nicht stimmig anfühlt, ist weniger immer mehr.
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Alles Liebe und fühl dich gedrückt!
Deine Franzi
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Sind somatische Übungen auch für Anfänger geeignet?
Ja. Gerade weil es bei somatischen Übungen kein Richtig oder Falsch gibt, eignen sie sich sehr gut für Menschen ohne Vorkenntnisse. Du brauchst weder besonders beweglich zu sein noch Erfahrung mit Yoga oder Meditation zu haben. Viel wichtiger ist die Bereitschaft, neugierig auf die Signale deines Körpers zu werden.
Was ist der Unterschied zwischen somatischen Übungen und Yoga?
Klassisches Yoga und somatische Übungen schließen sich keineswegs aus – im Gegenteil. Viele Menschen erleben die Kombination als besonders bereichernd. Der Unterschied liegt vor allem im Fokus. Während in manchen Yogastilen die äußere Form einer Haltung eine größere Rolle spielt, richtet sich die Aufmerksamkeit in der somatischen Praxis stärker nach innen. Es geht weniger darum, wie eine Bewegung aussieht, sondern wie sie sich anfühlt. Wenn du gerne beide Welten verbinden möchtest, kann ich dir von Herzen Somatic Yoga empfehlen. Für mich mein absoluter GAME CHANGER.
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Gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse zu somatischen Übungen?
Das Interesse an somatischen Ansätzen und ihrer Wirkung auf Körperwahrnehmung, Stress und das Nervensystem wächst stetig. Gleichzeitig ist der Begriff somatische Übungen sehr weit gefasst und umfasst unterschiedliche Methoden, weshalb sich Studien nicht immer direkt miteinander vergleichen lassen.
Unabhängig davon berichten viele Menschen, dass sie durch eine regelmäßige somatische Praxis ihren Körper bewusster wahrnehmen, Anspannung früher erkennen und achtsamer mit ihren eigenen Grenzen umgehen. Diese Erfahrungen decken sich mit dem grundlegenden Ziel somatischer Arbeit: die Verbindung zum eigenen Körper zu stärken.
Aktuell befinde ich mich in meiner Somatic Experiencing Practitioner Ausbildung nach Dr. Peter Levine und hier wird auch immer mehr geforscht, um die kraftvolle Wirkung von Somatics zukünftig noch klarer festhalten zu können.
Also wie du siehst, ein sooo super spannender und wichtiger Bereich, der gerade zum Glück immer beliebter und anerkannter wird. Und in meinen eigenen Somatic 1:1 Coaching Begleitungen merke ich auch selbst, dass immer mehr Menschen zu mir, aufgrund der Empfehlung von ihren Therapeut:innen und Ärzt:innen kommen, und ENDLICH auch in der Medizin und Therapie die Wichtigkeit des Körpers auf dem Heilungsweg gesehen wird. Yeyyyyyy 😊

